Lautloser Ton

Donnerndes Schweigen

Stein als Kopfkissen

Reiner Mond

Als Nachtlampe





Die Stille ist nicht lautlos

Ewig erzählt die Freude

Sich selber





Das Nicht-Sein leuchtet im Sein

Blütenregen wie Schnee

Frühlingsabend




Über diese Welt

Hinausgegangen

Sternenklang der Ewigkeit




Vorbei der Frühling

Nichts denn flirrende Hitze

Von ferne Donner




Die dürre Heide

Saugt den Blick bis an den Horizont

Wanderschaft




Am Heidebrunnen

Lehnt ein alter Wanderstock.

Wer ihn dort vergaß ?




Bleierner Sommerhimmel

Weg von nirgendwo

Ins Ungenannte. Hitze.




Lärmen der Heuschrecken

Stimme der Stille

Der Tag ist vorbei.





Der Stumme sagt nicht was der

Blinde um sich sieht

Ahnung der Wahrheit





Schwerer Traum verging

Tröstlich ist das Lied

Der Vögel nach schwarzer Nacht





Draußen tobt das Gewitter

Frieden im Gemüt

Ein Pilger betet Sutren






Sorgen, nichts als nur Sorgen.

Die Nacht, so kurz sie auch ist

Wird ihm lang.




Der fremde Prediger schreit

Und fuchtelt mit den Händen.

Vergeblich.





Pilgerfahrt zu dritt :

Mein Stock, mein Hut, ich.

Mitten im Wald Kuckucksruf.




Langer Weg über Stock und Stein —

Die Pilgerflasche leer.

Nur Hitze.





Er hätte gern gerastet:

Die Mücken vertrieben ihn.

Wetterleuchten.





Alter Hohlweg — Wegmarken

Suchend blickt er nun umher.

Doch umsonst.




Immer wieder sollen wir

Gutes tun — sagt der Buddha.

Und wenn nicht ?





Der Weise spricht auch

Mit dummen Menschen.

Klug werden sie aber nicht.





Ohne Ungeduld

Die Gegenwart genießen.

So lebt der Weise.






Nichts voreilig zuwege

Bringen — nur der Narr hastet.

Weiter Weg…





Die Grillen singen wieder.

Vorbei der Gewittersturm

Abendwind.





Verschwenderischer Frühling.

Die Gräser wiegen sich

Im lauen Wind.





Irgendwoher — irgendwohin.

Ewige Wanderer

Sind Menschen.





Ströme aus ewiger Vergangenheit

In ewige Zukunft hin

Leben.





Der zunehmende Mond

Lugt durchs Gezweig.

Der alte Baum knarrt im Wind.






Mondlicht folgt noch lange den Spuren

Der Töne des Himmels im Teich.

Absichtslose Herbstkühle.





Reden erfüllt im Schweigen sich

Zu Ende

Die tosende Stille.





Tausend Zikaden schrillen

Ihr Lied Tag und Nacht

In meinem Kopf — stetig.






Heiliger Laut — allen Laut

Enthält er in sich.

Alle Hölle vergeht. Jetzt !